Oldtimerfestival 21. Mai 2017

| 00.00 Uhr I  FOTO: Gerhard Seybert

Issum-Sevelen

Oldtimer machen Station in Sevelen

Von Straelen bis Grefrath und einmal quer über die Feldwege der Gegend: Die 11. Oldtimer-Rallye lockte mit 38 alten Schätzchen und verschiedenen Aktionen auf dem Kirchplatz wieder viele Besucher in den Sevelener Ortskern.

Ab 9 Uhr morgens ging es für 38 Oldtimer-Fahrer aus ganz NRW mit der ersten Etappe der großen Rallye los. Rund 100 Kilometer legten die Fahrer am Sonntag zurück, denn beim 11. Oldtimerfestival gab es wieder einmal viele Aufgaben zu lösen und zahlreiche Wege zu erkunden. Die wunderschön aufgemachten Wagen, der älteste war von 1934, durchquerten dabei immer wieder den Ortskern, damit die zahlreichen Besucher einen Blick auf die historischen Schätzchen werfen konnten.

Auf dem Kirchplatz gab es wie in den Vorjahren eine bunte Mischung aus Kinderunterhaltung, Snackbereich und Auto-Ausstellung. Ein Highlight für die jungen Besucher waren wieder die elektronischen Quads, die ausgeliehen werden konnten, während die kleineren Gäste sich beim Kinderschminken amüsierten. "Zum ersten Mal haben wir auch selber den Pommeswagen gemietet und betrieben", erklärte Peter Brockmann, der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Sevelener Gewerbebetreiber, die sich jedes Jahr mit Herzblut für das Gelingen des Festivals einsetzen. Brockmann verriet auch: "Die Rallye fand in zwei Etappen statt, es gab eine Mittagspause im Sevelener Altenheim und die Fahrer mussten verschiedene Aufgaben lösen." Und wie fanden die eigentlichen Oldtimer-Fahrer die gesamte Aktion? "Es war auch diesmal wieder richtig schön", lobte Franz Hinte, der mit seiner Frau Beate in einem Porsche 912 Targa von 1976 angereist war. "Von dem sind nur noch zwölf angemeldet", erklärte er. "Wir sind zum siebten Mal hier bei der Rallye und ich kann sagen, dass es dieses Jahr auf jeden Fall deutlich schwere Fragen als in den Vorjahren gab. Man musste Bilder zuordnen, Wimpel zählen und Sachen sowohl am linken, als auch am rechten Straßenrand finden. Letzteres war dann vor allem eine Aufgabe für meine Frau Beate als Beifahrerin."

Diese war auch begeistert von der Präsentation: "Es war eine richtig schön ausgesuchte Strecke, die nicht über die Hauptstraßen, sondern über malerische Wege führte. Straelen und Grefrath waren die am weitesten entfernten Orte. In der zweiten Etappe kamen dann sogar noch Feldwege dazu, die bei ein paar Fahrern für Verwirrung gesorgt haben, denn uns kamen so einige Leute mit fragendem Blick auf der Suche nach bestimmten Plätzen entgegen."

Doch am Ende kamen alle natürlich gut gelaunt wieder in Sevelen an. "Wenn auch das Wetter so wie jetzt mitspielt, dann ist die Oldtimer-Rallye hier immer eine der schönsten überhaupt", meinte Franz Hinte. "Denn im Gegensatz zu größeren Aktionen, bei denen vielleicht auch mehr Geld dahintersteckt, bleibt das Ganze hier bodenständig, familiär und einfach gemütlich. Man kommt mit Leuten ins Gespräch, die Menschen im Ort freuen sich richtig, wenn sie die Wagen sehen und es macht einfach Spaß den Tag hier in Seveln zu verbringen."

Quelle: RP von Christoph Kellerbach

Oldtimerfestival mit Hexenlandrallye 2016

Etwas für die Augen und Ohren: Schöne alte Autos in Sevelen

 

Rund 30 Teilnehmer sind gestern mit ihren historischen Fahrzeugen nach Sevelen gekommen, um am 10. Oldtimerfestival teilzunehmen. Das Chrom blitzte, und der Lack zeigte sich von seiner besten Seite. Doch die schönen alten Autos waren nicht nur was fürs Auge. Die Ohren bekamen den unverwechselbaren Sound des 912er Porsche zu hören. Es wurde bestaunt, gefachsimpelt, und es wurden Erfahrungen ausgetauscht.

 

Das älteste Auto war ein BMW Dixi mit dem Baujahr 1931. Das seltenste Model war ein Fiat 508 Balilla. Spektakulär sah der Chamonix Spyder 550 aus. Doch als der Startschuss fiel, waren alle nur noch neugierig auf die erste Etappe der Hexenlandrallye. Rund 85 Kilometer ging es am Niederrhein entlang rund um das Thema Spargel. So mussten die Teilnehmer exakt 500 Gramm dieses Gemüses abwiegen, Erdbeeren mit dem Mund auffangen, beim Bissels-Hof die längste Kartoffelschale schälen oder raten, wie hoch die Stele (die vielleicht an eine verdrehte Spargelstange erinnern könnte) auf dem Weezer Kreisverkehr ist.

 

Für alle Gäste, die auf dem Kirchplatz verweilten, gab es auch jede Menge Programm. Denn während sich die Rallyefahrer durch ihre Strecke und Aufgaben fuhren, konnten die Besucher den tollen Modellautos beim Rennen zusehen. Auch für die Kinder wurde jede Menge geboten. Ein ganzes Indianerdorf, in dem die Kinder zum Beispiel "echtes Gold" schürfen konnten oder mit Pfeil und Bogen auf eine Zielscheibe schießen durften. Ganz Mutige hatten die Möglichkeit, auf Getränkekisten hoch hinaus zu klettern. Durch ein Seil gesichert, wurden die Kinder dann langsam zu Boden gelassen, wenn der Turm doch mal umkippte. Hufeisenwerfen, Schminken und Luftballons in allen Farben durch die Hand eines tollen Clowns geformt waren bei den Kindern sehr beliebt.

 

Auch, wenn das Wetter leider nicht so richtig zu den schönen Autos passte, alle haben sich redlich Mühe gegeben, es zu einem schönen Fest werden zu lassen. Durch den leckeren Kaffee und Kuchen vom St.-Antonius-Kindergarten konnte man sich den Regen einfach schön essen. Bei all dem Feiern und Fröhlich-Sein wurde an einen Menschen ganz besonders gedacht - an den im Januar plötzlich verstorbenen Mitorganisator Ludger Schütz.

 

Quelle: RP sina